Samstag, 29. Juni 2013

Rezension: "Das Unkrautland - Das Geheimnis der Schwarzen Hütte" von Stefan Seitz






Titel: Das Unkrautland - Das Geheimnis der Schwarzen Hütte
Verlag: Cleon Verlag
Reihe: Band 2 der Reihe "Das Unkrautland"
Hardcoverausgabe mit 303 Seiten
ISBN 978-3-9813-1712-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Preis: 14,95 Euro






Klappentext:

Was hat es mit dem seltsamen Märchen auf sich, das die Leute im Land ihren Kinder erzählen? Was verbergen die Westlichen Sümpfe? Und welche Bedeutung hat jener eigenartige Traum, der Primus nun schon seit zwei Jahrhunderten nicht mehr loslässt?
Mit Mut und Magie machen sich Primus und Plim erneut auf den Weg, das große Geheimnis zu ergründen. Die Saga geht weiter...

"...Stück für Stückt setzt sich ein Puzzle zusammen. Welches Geheimnis liegt über dem Unkrautland? Man will es wissen." Der Sonntag

"Das Unkrautland besitzt den eigentümlichen Zauber von geheimnisvollen und merkwürdigen, magischen Figuren, deren Charakter einzigartig ist." Things, Books and More

"...dicht bepackt mit Einfällen und Ideen - Lesefutter zum Mitfiebern und Abschalten..." Badische Zeitung

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Story und Charaktere: 

Im zweiten Band der Unkrautreihe begleiten wir Primus und die Hexe Plim auf der nächsten Etappe ihres großen Abenteuers. Dieses Mal verschlägt es die beiden in die Westlichen Sümpfe, wo sie sich auf die Suche nach der „Schwarzen Hütte“ begeben. Das ist natürlich kein Zufall. Erst belauscht Primus eine alte Frau, die einigen Kindern ein Schauermärchen über diese Gegend erzählt, und dann gibt ihnen die Rätselrübe auch noch ein passendes Rätsel rund um ein geheimnisvolles Buch auf. Da ist die Neugierde, was sich in den Sümpfen verbirgt, natürlich groß. Immer noch auf der Suche nach der Nebelfee, können Primus und Plim es deshalb nicht lassen, das Märchen zu überprüfen und das Rätsel der Rübe zu lösen. Dass auch noch jemand anderes, der furchterregende Bergteufel, ebenfalls auf der Suche nach dem Buch ist, wissen sie zu dem Zeitpunkt noch nicht. Als sie es herausfinden, wird alles nur noch rätselhafter.

Primus und Plim bleiben ihren Charakteren mehr als treu. Man fühlt sich schon bald, als hätte es gar keinen Bruch zwischen dem ersten und zweiten Band gegeben, sodass man schnell wieder mit den beiden zurück ins Abenteuer eintaucht. Plim ist dabei zickig, widerspenstig , manchmal kleptomanisch und überaus verrückt wie schon im ersten Band, sodass man immer wieder schmunzeln muss.
Haben wir als Nebencharaktre im ersten Band noch den dicken Kürbis Snigg auf einem seiner Abenteuer begleitet, welches ihn am Ende zum Helden machte, begleiten wir dieses Mal den geschwätzigen Vogel Bucklewhee, der eigentlich in Primus Uhr lebt.
Ein witziges kleines Kerlchen, das das ungeahnte Talent besitzt, alles besser zu wissen und einem manchmal mächtig auf die Nerven zu gehen. Trotz allem schließt man ihn schnell ins Herz, wenn er ganz alleine durch die stockdunklen Postrohre läuft und einfach keine Möglichkeit findet, wieder ans Tageslicht zu gelangen.
Primus leibt und lebt, wie wir ihn kennen. In Fledermausgestalt stibitzt er den Dorfbewohnern leckeren Kuchen, das Geheimnis um die Nebelfee lässt ihn nicht los und so begleiten wir ihn ins nächste Abenteuer, rund um die Westlichen Sümpfe. Er ist es, der meistens wieder den kühleren Kopf behält, das Ganze leitet und Plim immer mal wieder zum Grummeln bringt, weil er einfach nichts isst. Aber so ist das wohl, wenn man schon ein paar hundert Jahre auf dem Buckel hat. Durch seine witzigen Einfälle, wenn er beispielsweise den Bergteufel zum Narren hält, hat man auch hier immer wieder etwas zu lachen.

Der Bergteufel ist eine sehr imposante Erscheinung, der man lieber nicht über den Weg laufen möchte. So lange sie können, scheuen auch Primus und Plim davor zurück, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Als sie es aber schließlich doch tun müssen, hält er einige Überraschungen für sie bereit.

Alles in allem wieder wunderbare Charaktere, die den Leser auf ein Abenteuer mitnehmen, das schon allzu bald zu Ende ist. Wie gut, dass es noch einen dritten Band gibt.

Was mir besonders gefallen hat: 

Obwohl der zweite Band praktisch nahtlos an den ersten ansetzt und die Fortsetzung des Abenteuers um die Nebelfee bildet, ist es doch eine in sich abgeschlossene Handlung, sodass auch diejenigen, die den ersten Band nicht gelesen haben, sehr schnell ins Geschehen eintauchen können. Stefan Seitz hat dafür gesorgt, alle wichtigen Punkte aus dem ersten band im zweiten noch einmal aufzugreifen, sodass man sich schnell zurechtfindet.

An Spannung, die durch humorvolle Szenen immer wieder aufgelockert wird, fehlt es auch dieses Mal in diesem kurzweiligen Abenteuer nicht.

Die Sprache ist, wie auch im ersten Band, sehr einfach gehalten. Die Sätze sind zumeist kurz, sodass auch jüngeren Lesern der Spaß am Lesen erhalten bleibt. Hier macht auch das Vorlesen eine Menge Spaß.

Gestaltung:

Leider verstehe ich auch nach dem Lesen des Buches nicht, warum für diesen Teil dieses Cover gewählt worden ist. Primus schaut, mit dem Rücken zum Leser, einen leeren Fleck an der Wand an, während er in einem Raum voller seltsamer Gegenstände steht. Er lässt die Schultern hängen und wirkt ziemlich leblos. Ein für mich sehr nichtssagendes Cover, das wesentlich besser hätte gewählt werden können. Vor allem bei einer so lebhaften Geschichte.

Wertung: 

Die Charaktere und die Geschichte haben mich wieder voll überzeugt. Der zweite Band steht dem ersten in nichts nach. Nur das eher langweilige, nichtssagende, wenn auch farblich schön gestaltete Cover, hält mich davon ab, volle 5 Sterne zu vergeben. Primus und Plim erhalten für ihr zweites Abenteuer wieder 4 ½ Lila-Lesesterne in der Gesamtwertung.

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