Donnerstag, 11. Juli 2013

Rezension: "Das Unkrautland - Die Gipfel der Schwefelzinnen" (Stefan Seitz)






Titel: Das Unkrautland – Die Gipfel der Schwefelzinnen
Reihe: Band 3 der Reihe „Das Unkrautland“
Verlag: Cleon-Verlag
Hardcoverausgabe mit 303 Seiten
ISBN 978-3-9813-1715-2
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Preis: 14,95 Euro






Klappentext:

Geradewegs in die Eisregionen weisen die uralten Schriften und beschreiben einen Weg voller Hindernisse, Geheimnisse und Mysterien. Das, wonach Primus und Plim schon so lange forschen, scheint zum Greifen nahe. Aber die Berge sind tückisch. Geister durchstreifen die Schluchten, Trolle bevölkern die Hänge und in den Tiefen des sagenumwobenen Bleigebirges schlummern Mächte, die noch rätselhafter sind, als die schier endlosen Stollen. Dennoch, der Entschluss steht fest, und die Suche nach den Überresten eines längst vergessenen Zeitalters beginnt. 

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Meine Rezension zu Band 1, findet ihr hier: Auf den Spuren der Nebelfee

Meine Rezension zu Band 2, findet ihr hier: Das Geheimnis der Schwarzen Hütte


Story und Charaktere:

Dies ist bereits der dritte Band, rund um das Abenteuer von Primus und Plim, die nach wie vor auf den Spuren der Nebelfee wandeln und diese zu finden versuchen. Mit „Die Gipfel der Schwefelzinnen“ sind wir am Höhepunkt der Geschichte angekommen.
Zusammen mit Plim macht Primus sich auf den Weg, die sagenumwobenen Schwefelzinnen zu besteigen. Das ist gar nicht so leicht, stellen sich ihnen doch immer wieder neue Hindernisse in den Weg. Auch ihr alter Widersacher – Rabenstein – taucht wieder auf und liefert sich ein Wettrennen mit den beiden, ohne, dass sie etwas davon ahnen.
Primus und Plim müssen es mit Nebelgeistern aufnehmen, Trollen, eine Nacht im seltsamen Dorf Elderley verbringen und so manchen Klippensturz abwenden. Ob sie am Ende ihr Ziel erreichen und ob sie tatsächlich die Nebelfee finden – das findet selbst heraus.

Viel muss ich an dieser Stelle zu den Charakteren nicht mehr sagen. Primus und Plim sind auch in diesem Band wieder die beiden Hauptcharaktere, die man schon über die ersten beiden Bände sehr gut kennen gelernt hat. Primus verwandelt sich in diesem Abenteuer besonders häufig in eine Fledermaus, um die Gegend auszukundschaften, während Plim zeternd alleine an der Felswand zurückbleibt. Meckern, motzen und maulen gehört auch hier wieder in jedem Gespräch zum guten Ton.

Da wir es dieses Mal wieder mit einem Gegenüber zu tun haben, den wir aus dem ersten Band bereits kennen, brauche ich auch hier nicht viel hinzuzufügen. Rabenstein ist rasend wütend und das merkt man ihm auch an. Während er sich durch den Stollen arbeitet, steigt seine Wut ins Unermessliche. Als er schließlich auf Primus trifft, kann er nicht einmal mehr klar denken, so sehr wird er von der Wut beherrscht. Ein wirklich dunkler Geselle, mit dem wir es hier wieder zu tun bekommen.

Als Nebencharaktere werden dieses Mal nicht so sehr die Mitbewohner von Primus und Plim in den Vordergrund gestellt, sondern andere Figuren, denen die beiden auf ihrem Weg begegnen. Snigg und Bucklewhee werden eher zu Randfiguren, die zwar hin und wieder ihren kleinen Auftritt haben, aber dieses Mal ziemlich im Hintergrund verschwinden.

Was mir besonders gefallen hat: 

Besonders gefällt mir an dieser Reihe, dass die drei Geschichten eigentlich ein einziges wunderbares Abenteuer wiedergeben. Natürlich funktioniert auch hier der Text wieder für sich genommen, ist aber mit Sicherheit noch schöner zu lesen, wenn man die Vorgängerbände kennt, um den dritten Teil als Höhepunkt dieser Reihe verstehen zu können.
Stefan Seitz nimmt hier und da immer wieder Bezug zu den vorangegangenen Bänden, um eventuelle Wissenslücken zu füllen, was aber nie störend oder aufgesetzt wirkt, sondern ganz natürlich integriert wurde.
Da die Sprache auch hier wieder sehr einfach gehalten wurde, haben auch am dritten Abenteuer jüngere Leser oder Zuhörer von Vorlesemamas und -papas sicher jede Menge Spaß.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

In diesem Band fehlte mir das Abenteuer der Nebencharaktere. Während wir in Band 1 Snigg und in Band 2 Bucklewhee auf einem Streifzug begleiten, der unweigerlich auch immer etwas mit dem Abenteuer von Primus und Plim zu tun hat, hatte ich gehofft, dieses Mal vielleicht der Vogelscheuche Chuck folgen zu dürfen, wenn er durch das Unkrautland streift.
Zwar hat Stefan Seitz versucht, die Charaktere wieder zu integrieren, indem er erzählt, was sie zuhause so machen, während Primus und Plim unterwegs sind, aber das war einfach nicht dasselbe. Der Charme dieser kleinen Nebengeschichten hat mir hier wirklich gefehlt.

Gestaltung: 

Primus steht auf einer Brücke, mitten in einem Gebirge und sieht nicht sonderlich belustigt aus. Kein Wunder, ist es dort oben doch auch total gefährlich, wie wir aus den vorangegangen Bänden bereits wissen. Dieses Mal finde ich das Cover sehr schön gelungen und auch passend zum Inhalt. Es transportiert die Atmosphäre der Geschichte schon, bevor man das Buch überhaupt aufgeschlagen hat.

Neu in diesem Buch ist die Innengestaltung. In einigen Kapiteln finden sich Bilder von Primus und Plim, die mir zwar sehr gut gefallen haben, aber doch etwas spät kamen. Dadurch, dass ich mir beim Lesen der ersten beiden Bände vor allem von Plim bereits ein eigenes Bild gemacht hatte (Primus war ja auf allen Covern abgebildet), wirkten die Bilder nun störend auf mich, passt Plim doch überhaupt nicht in das Bild, das in meinem Kopf entstanden ist.
Außerdem finde ich die Anzahl der Bilder (5, wenn ich mich recht erinnere), nicht zum Umfang von 303 Seiten passend. Zwei Bände ohne und ein Band mit Bildern – das liegt mir nicht.

Wertung: 

Ein sehr schönes Finale, das uns hier in diesem Band geliefert wurde. Da ich allerdings wirklich die charmante Nebenerzählung der Nebencharaktere vermisse, ich nicht weiß, warum es im dritten Band plötzlich Bilder gibt und diese nicht mit meiner Vorstellung zusammenpassen wollen, gebe ich Stefan Seitz für den dritten Band um das Unkrautland 4 Lila-Lesesterne.


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