Dienstag, 24. September 2013

Rezension: "Percy Jackson - Die Schlacht um das Labyrinth" (Rick Riordan)







Titel: Percy Jackson - Die Schlacht um das Labyrinth
Reihe: Band 4 der Reihe "Percy Jackson"
Verlag: Carlsen
Taschenbuchausgabe mit 422 Seiten
ISBN 978-3-551-31156-6
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 11-15 Jahre
Preis: 8,95 Euro






Klappentext:

Eurytion senkte die Stimme: "Ich sag das nur einmal, Halbgötter. Macht, dass ihr ins Labyrinth zurückkommt. Ehe es zu spät ist."

Die Armee des Titanen Kronos wird immer stärker! Nun ist auch Camp Half-Blood nicht mehr vor ihr sicher, denn das magische Labyrinth des Dädalus hat einen geheimen Ausgang mitten im Camp. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Kronos und seine Verbündeten den Weg dorthin finden! Das müssen Percy und seine Freunde unbedingt verhindern. Unerschrocken treten sie eine Reis ins Unbekannte an, hinunter in das unterirdische Labyrinth, das ständig seine Form verändert. Und hinter jeder Biegung lauern neue Gefahren...

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Story und Charaktere:

Wieder einmal steckt das Camp Half-Blood in großen Schwierigkeiten. Luke und seine riesige Armee haben ein Schlupfloch gefunden, um das Camp zu überrennen, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet. Aus dem großen Labyrinth des Dädalus führt ein Ausgang direkt zu Percy und seinen Freunden. Um das Schlimmste zu verhindern, erhält Annabeth endlich ihren eigenen Auftrag, da sie sich mit Architektur am Besten auskennt und so am Wahrscheinlichsten durch das über Jahrhunderte hinweg entstandene Labyrinth findet, um alle zu retten. Grover, Percy und Tyson sollen sie dabei begleiten. Ab jetzt sind sie auf sich alleine gestellt, unten, in den dunklen Tunneln, die sich bewegen und die voller Monster sind. Ob sie es schaffen, das Camp noch einmal vor der dunklen Bedrohung zu retten?

Percy und seine Freunde sind uns bereits aus den Vorgängerbänden wohlbekannt. Auch in diesem haarsträubenden Abenteuer erleben wir die einzelnen Charaktere so, wie wir es gewohnt sind. Während Grover seine Angst vor Gängen unter der Erde überwinden muss, fühlt sich Tyson dort unten pudelwohl. Annabeth ist mutig wie eh und je, lässt aber immer wieder mal ihre Schwächen durchblicken, die sie gleich noch viel sympathischer machen. Percy, der ständig den Drang hat sich zu beweisen, um die anderen zu retten, behält Gott sei Dank auch in schwierigen Momenten einen kühlen Kopf und macht intuitiv vieles richtig.

Einzig die Geschichte bleibt dieses Mal auf der Strecke. Hier hat Rick Riordan es das erste Mal geschafft, dass ich nicht wirklich überzeugt war. Ich habe ein turbulentes Abenteuer im Labyrinth erwartet, dass leider gar keinen so großen Raum einnimmt, wie man vermutet. Obwohl es voller Monster ist, kommen diese kaum vor, insgesamt wirkt das Ganze eher wie ein Spaziergang im Dunkeln. Hier und da wird das Labyrinth verlassen, dann sind sie wieder drin – ein Hin und Her, dass mir nicht sonderlich gefallen hat.

Was mir besonders gut gefallen hat: 

Den Schreibstil von Rick Riordan finde ich einfach wirklich toll. Dieser trägt den Leser wunderbar durch das Buch und passt sich von Anfang an an den jugendlichen Percy Jackson an, sodass man wirklich das Gefühl hat, dass eben dieser die Geschichte erzählt. Schon allein deshalb machen diese Bücher Spaß.

Da mir die Geschichte um Theseus, das Labyrinth und den Faden der Ariadne immer besonders gut gefallen hat, habe ich mich natürlich um so mehr gefreut, dass diese Thematik hier im Buch verwendet wurde. Ich fand sie nett verpackt und integriert, absolut passend zu allem, was den Lesern in den Vorgängerbänden präsentiert wurde und auch einige zugehörige Ideen haben mir sehr gefallen.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Wie schon erwähnt, fand ich die Geschichte an sich dieses Mal nicht so mitreißend. Alles wirkt, als hätte man verschiedene Szenen aneinandergepackt und durch das Labyrinth miteinander verbunden. Ein Phänomen, das mir zuletzt im letzten Harry-Potter-Band aufgefallen ist und das mir bereits dort nicht gefallen hat. Dieses Hin und Her macht das Buch sehr unruhig und stört den Lesefluss. Da hat Rick Riordan bei seinen Vorgängern definitiv bessere Arbeit geleistet.

Dieses Mal fand ich auch den Titel nicht wirklich passend zum Buch. Es wird eigentlich nicht um das Labyrinth gekämpft, sondern darin. Es spielt eine völlig andere Rolle, als der Titel erwarten lässt und schürt Erwartungen, die zumindest bei mir nicht gehalten werden konnten.

Gestaltung:

Getreu seinen Vorgängern, haben wir hier wieder Percy auf dem Cover, sowie das Gesicht eines Gottes. Percy trägt Flügel und dreht dem Betrachter den Rücken zu. Vor ihm liegt das Labyrinth. Dieses Mal sind Orangetöne vorherrschend. Ein meiner Meinerung nach wieder tolles Cover, das sich wunderbar in die anderen Cover einreiht.

Wertung:

Leider konnte mich die Geschichte des Buches dieses Mal nicht wirklich überzeugen. Die Charaktere liegen mir nach wie vor am Herzen, man fiebert mit ihnen mit, aber das gewisse Etwas aus den Vorgängerbänden hat mir gefehlt. Deshalb bekommt Band vier der Reihe von mir dieses Mal nur 3 ½ Lila-Lesesterne. Auf Band fünf bin ich dennoch sehr gespannt und werde ihn auch in Kürze lesen.



1 Kommentar:

  1. Ahoy Iris,

    hach ja Percy... man kann ihn einfach nur lieben!
    Ich habe die Reihe mittlerweile auch endlich beendet ^^
    Aber für einen Lieblingsband könnte ich mich nicht entscheiden, ich finde einfach alle auf ihre Art großartig :)


    Ich lasse dann mal frech meinen Link und liebe Grüße da, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2016/07/percy-jackson-die-schlacht-um-das-labyrinth.html

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