Montag, 9. Dezember 2013

Rezension: "Zurück nach Hollyhill" (Alexandra Pilz)






Titel: Zurück nach Hollyhill
Reihe: Band 1 der Reihe "Hollyhill"
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 348 Seiten
ISBN 978-3-453-53426-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro







Klappentext:

Ein Dorf im Moor. Eine Reise in die Vergangenheit. Eine große Liebe. Mit ihrem Besuch in England beginnt für die 17-jährige Emily ein Abenteuer voller Magie und Zauber. Und hinterher wird nichts mehr sein, wie es war. 

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Story und Charaktere:

Nach dem Abitur erhält Emily von ihrer Großmutter einen an sie adressierten Brief, dessen Absender sie nach Luft schnappen lässt. Er stammt von ihrer bereits vor vielen Jahren verstorbenen Mutter und hält so einiges für Emily bereit. Seltsamerweise schickt Emilys Mutter sie mit diesem Brief nach England, wo sie ein mitten im Dartmoor gelegenes Dorf mit dem Namen Hollyhill finden soll. So sehr Emily und ihre beste Freundin Fee auch suchen – Hollyhill ist auf keiner Karte zu entdecken.
Trotzdem setzt sich Emily in den nächsten Flieger nach England. Dort erfährt sie schon bald, warum sie das von ihrer Mutter erwähnte Dorf nicht auf einer Karte finden kann...

Emily ist die Hauptprotagonistin aus „Zurück nach Hollyhill“. Ihr folgt man auf ihrer Reise nach England und erlebt alles hautnah mit. Sie ist ein Charakter, der einem manchmal ganz schön auf die Nerven gehen kann, sodass man beim Lesen immer wieder mal die Augen verdrehen muss. Durch ihre impulsive, oft unüberlegte und egoistische Art zu handeln, bringt sie sich und andere immer wieder in mal kleinere und mal größere Schwierigkeiten, was auch von anderen Charakteren nicht gerade positiv gewertet wird.
Da sich die ganze Reise aber vor allem darum dreht, etwas über die Herkunft von Emilys Mutter zu erfahren und dabei verschiedene Geheimnisse zu lüften, kann man diese nervige Art als Leser nachempfinden und sie letztlich sogar belächeln. Man trifft schließlich nicht jeden Tag auf Familienmitglieder, die man nie gehabt hat, muss sich aus den Fängen eines Mörders befreien und bei all dem auch noch dafür sorgen, dass einem das Herz nicht aus der Brust springt, weil man sich verliebt hat.
Matt, das Gegenstück zu Emily, bleibt zunächst ein sehr undurchsichtiger Charakter, von dem nie klar ist, was er denkt, fühlt oder was er als er nächstes vor hat. Dadurch wirkt er oft sehr abweisend und kühl, obwohl einem sehr schnell klar wird, dass Emily ihm keineswegs egal ist und dass sich hinter der harten Schale ein weicher Kern verbirgt.

Auch all die Nebencharaktere lernt man im Laufe des Buches immer näeher kennen, sodass sich, zusammen mit den Hauptcharakteren, eine Mischung ergibt, in der so ziemlich alle Charaktereigenschaften vertreten sind. Das macht auch die Story besonders abwechslungsreich, die sehr von ihren Charakteren profitiert.

Was mir besonders gefallen hat:

So schnell wie man in der Geschichte drin ist, so schnell ist man auch schon wieder raus. Dieses Buch hat mir zwei Abende lang eine tolle Lesezeit bereitet, die für Kurzweil gesorgt hat.
Der einfache, schwungvolle Schreibstil trägt den Leser wunderbar durch die Geschichte, in der ich besonders den Anfang gelungen fand.
Die typische Atmosphäre Englands wurde hier herrlich mit Worten eingefangen, die von der Schrulligkeit des seltsamen Dorfes Hollyhill unterstrichen wird. Mir hat mein Aufenthalt dort sehr viel Spaß gemacht.

Was mir nicht so gut gefallen hat. 

Ziemlich abrupt wird der Leser schon bald aus der heimeligen, irgendwie seltsamen, geheimnisvollen Atmosphäre um Hollyhill gerissen und in einen völlig neuen Ansatz katapultiert, der fernab von dem ist, was bis dahin präsentiert wurde. Mir persönlich hat es ganz gut gefallen, doch häufen sich mit der Zeit die vielen ungelösten Fragen und Logiklücken im Zeitreiseprogramm, die mich am Ende fragend zurückließen. Ich bin ehrlich gespannt, wie diese im zweiten Band gelöst und gefüllt werden.

Gestaltung:

Das knallgelbe Cover mit dem schwarzen Motiv eines verregneten Örtchens, vor dem ein Mädchen mit rotem Regenschirm steht, hat mich von Anfang an begeistert. Obwohl so schlicht, zieht das Cover den Blick auf sich und passt am Ende wirklich super zur Geschichte.

Bewertung:

Das Buch ließ sich super lesen, hatte tolle Charaktere und sorgte für eine spannende Lesezeit. Einzig die vielen zurückgebliebenen Fragezeichen haben mich am Ende gestört und kosten das Buch einen Stern. Ich vergebe also 4 Lila-Lesesterne und warte gespannt auf Band 2.


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