Mittwoch, 22. Januar 2014

Rezension: "Lilith Parker und das Blutstein-Amulett" (Janine Wilk)






Titel: Lilith Parker und das Blutsein-Amulett
Reihe: Band 3 der Reihe "Lilith Parker"
Verlag: Planet Girl Verlag
Hardcoverausgabe mit 410 Seiten
ISBN 978-3-522-50325-9
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-14 Jahre
Preis: 14,95 Euro






Klappentext:

In Chavaleen, dem Reich der Vampire, herrscht große Unruhe! Der Vampir-Anführer Vadim Alexandrescu leidet unter einer mysteriösen Krankheit. Lilith Parker muss sofort nach Rumänien reisen, um ihm mit ihren Banshee-Kräften beizustehen. Doch als sie in der unterirdischen Stadt ankommt, kann Lilith nicht glauben, was sie erfährt: Ein Verräter droht, die Vampire den grausamen Vanator auszuliefern und auch in Bonesdale taucht eine ungeahnte Bedrohung auf. Lilith muss unbedingt die Pläne des Verräters vereiteln und bringt sich dabei selbst in allerhöchste Gefahr. 

Das dritte schaurig-schöne Abenteuer von Lilith Parker

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Story und Charaktere:

Lilith soll bei der letzten magischen Prüfung ihrer besten Freundin Emma dabei sein, was sie natürlich sehr freut. Dabei geht jedoch etwas schief, wodurch Lilith zum Spottgespräch der Stadt wird. Am liebsten würde sie ganz tief in einem Loch versinken, bis die Sache ausgestanden ist. Da kommt ihr der Anruf aus Chavaleen gerade recht. Die Vampire dort brauchen ihre Hilfe als Banshee, da der Träger des Blutstein-Amuletts schwer erkrankt ist. Sofort packt Lilith ihre sieben Sachen und reist zusammen mit ihrem besten Freund Matt, ihrem Dämon Strychnin und der verhassten Rebekka, die ebenfalls eine Banshee ist, zu den Vampiren. Dort versucht sie den Amulettträger zu retten, ohne zu ahnen, dass man sie in einen Hinterhalt gelockt hat.

Lilith ist auch nach einem Jahr als Bernstein-Amulett-Trägerin noch immer die, die wir kennen. Sie versucht nach außen das darzustellen, was man von ihr erwartet, die richtigen Entscheidungen zu treffen und sich in ihre Rolle einzufügen, obwohl sie eigentlich noch sehr unsicher in allem ist, was sie tut. Man merkt, dass Lilith noch ein Teenager ist, der sich allerdings mit weit mehr Problemen auseinandersetzen muss, als es normalerweise der Fall ist. Lilith ist nicht nur Banshee und zusätzlich noch die Bernstein-Amulett-Trägerin, sondern bewahrt auch noch das dunkle Geheimnis eine Halbdämonin zu sein. Nach dem Kampf mit Belial in Band zwei hat sich deshalb auch ihre Selbstwahrnehmung grundsätzlich geändert, wodurch sie sich von ihren Mitmenschen ein wenig distanziert hat. Ständig lebt sie mit der Angst wieder die dunklen dämonischen Kräfte in sich zu wecken.
Zu guter Letzt wäre da dann noch die Sache mit Matt. Seltsamerweise wünscht Lilith sich immer öfter seine Hand zu halten. In ihrem Inneren geht es also ganz schön drunter und drüber, während sie sich eigentlich um die Probleme in ihrer eigenen Stadt und nun auch noch in Chavaleen kümmern soll. Keine leichte Aufgabe für Lilith.
Matt, der ein ganz normaler Mensch ist, ist in die Geheimnisse der Halloweenstadt Bonesdale eingeweiht und steht Lilith auch in ihrem dritten Abenteuer wieder zur Seite. Vor allem in gefährlichen Situationen wird ihm jedoch immer wieder bewusst, dass er trotz allen Mutes ein Mensch ohne magische Fähigkeiten ist. Dann verlässt er sich auf seinen Verstand und das Glück, das ihm bisher immer hold war. Niemals würde er, ob „nur“ Mensch hin oder her, Lilith einfach im Stich lassen.
Die arrogante, selbstgefällige, eingebildete Rebekka, die sich als Banshee ständig über Lilith hinwegsetzen will, erlebt in Band drei eine Wandlung. In Chavaleen begegnet sie einem Vampir, der sie grundlegend verändert. So legt dieser Charakter einige Eigenschaften ab, die vor allem in Band zwei noch für Augenrollen gesorgt haben.
Liliths kleiner Dämonendiener Strychnin ist auch wieder mit von der Partie und lockert durch seine witzige, dämonische Art, sowie seine vorangestellten Tagebucheinträge die Geschichte immer wieder auf und lässt den Leser schmunzeln.
Auf Seiten der Vampire lernen wir völlig neue Charaktere kennen, die allerdings nicht immer das sind, was sie vorgeben zu sein.

Story und Charaktere konnten mich auch dieses Mal wieder vollkommen überzeugen. Die altbekannten Charaktere wachsen einem noch mehr ans Herz und viel zu schnell kommt man auf der letzten Seite an. Ich warte nun sehnsüchtig auf September und den vierten Band der Reihe um Lilith Parker.

Was mir besonders gefallen hat:

Es ist die Art, wie Janine Wilk eine Geschichte erzählt, die den Leser dazu bringt, das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Ihr Erzählstil ist locker und frisch, ihre Charaktere werden mit Hingabe eingeführt, das Setting wird stets mit der richtigen Atmosphäre gefüllt und es wird auf unnötige Längen verzichtet. Die ganze Geschichte ist durchweg spannend und steigert sich zum Ende hin in luftige Höhen. Es ist ein Gesamtwerk, das rundum zufrieden macht.
Erfrischend war der Wechsel des Ortes des Geschehens, befinden wir uns dieses Mal doch nicht im uns vertrauten Bonesdale, sondern weit unter der Erde in Chavaleen, wo die Vampire leben. Wie wunderschön es dort unten sein kann, aber auch wie beängstigend wird dem Leser durch die Begleitung Liliths bewusst, die beiden Seiten dieser Stadt kennenlernt. Man fühlt unweigerlich mit ihr mit und bewundert sie für ihr unermüdliches Durchhaltevermögen, ihren Mut und ihre Stärke, die sie immer wieder an den Tag legt.

Gestaltung:

Die Gestaltung des dritten Bandes passt sich wunderbar an die beiden Vorgängerbände an. Nach Rot und Lila folgt nun ein dunkles Grün als Hauptfarbe des Covers, auf der die Silhouetten eine Person zu sehen ist, die im Tor eines unheimlichen Gebäudes steht. Gelbe Augen richten sich auf die von blauem Licht umgebene Silhouette, die ein Schmuckstück auf der Handfläche präsentiert.
Schade, dass es dieses Mal kein „Geheimnis“ auf dem Cover gibt, das man durch Reibung sichtbar machen kann. Das empfand ich bei den anderen beiden Büchern als zusätzliche, kleine Besonderheit, die ruhig hätte beibehalten werden können.
Im Inneren des Buches findet sich auf jeder Seite wieder eine kleine Illustration, die mir schon bei Band eins und zwei sehr gefallen hat. Eine rundum schöne Gestaltung, die mich magisch anzieht.

Wertung:

Auch Band drei der Reihe um Lilith Parker war wieder ein echter Page-Turner der das Warten auf Band vier ungeheuer schwer macht. Für mich haben Story, Charaktere, Schreibstil und Gestaltung super zusammengepasst und ich hatte einige tolle, aufregende und vor allem spannende Lesestunden. Von mir gibt es ganz klar 5-Lila-Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.



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