Donnerstag, 23. Januar 2014

Rezension: "Max und Micha - Das Fürstengrab" (Klaus Kurt Löffler)






Titel: Max und Micha - Das Fürstengrab
Reihe: Band 4 der Reihe "Max und Micha"
Verlag: Monstenstein und Vannerdat
Hardcoverausgabe mit 132 Seiten
ISBN 978-3-86991-171-7
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Preis: 10,95 Euro








Klappentext:


Die Hobbydetektive haben noch einmal mit eigenen Nöten zu kämpfen. Auf das Gut wird ein Giftanschlag verübt und der Ruin droht. Zugleich verschwinden die Schwestern von Max. Haben sie etwas gesehen, das sie nicht sehen sollten? Das scheint sich zu bestätigen, als die Jungen eine unglaubliche Entdeckung machen. - Aber wer ist der skrupellose Täter, der vor nichts zurückschreckt?

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Story und Charaktere:

Max ist mit seiner Familie in St.Wolfgang am Wolfgangsee im Urlaub, wo sie alle mittlerweile Freunde gefunden haben und deshalb gerne hierher zurückkehren. Dieses Mal gestaltet sich der Besuch allerdings nicht so erfreulich wie sonst. Da jemand das Salz auf dem Bio-Gut von Max Freund Micha verunreinigt hat und der Betrieb deshalb nicht weitergeführt werden kann, muss Michas Familie das Gut verkaufen. Besonders ein sehr auffälliger Kanadier interessiert sich für den Besitz. Max will seinem Freund Micha unbedingt helfen, doch noch bevor  sie mit den Ermittlungen anfangen können, verschwinden Max Schwestern Karo und Lotte spurlos. Wurden sie entführt, weil sie etwas entdeckt haben, wofür sich der Entführer interessiert? Wird sich der Entführer melden? Eine Suche, die gleichzeitig eine spektakuläre Rettungsaktion des Gutes wird, beginnt.

Max und Micha laufen in diesem Band zur Höchstform auf. Angestachelt durch persönliche Betroffenheit des Falls, drehen die beiden wortwörtlich jeden Stein um. Mutig stellen sie sich ihren Herausforderern die bis zum Schluss unerkannt bleiben. Durch Michas Tatendrang steht der Fall in keiner Minute still. Auch Max Muskelkraft, die bei weitem nicht so groß ist, wie er vielleicht selbst vermutet, hat in diesem Fall eine ganz besonderen Platz. Unterstützt werden sie dabei dieses Mal von Michas Bruder Marc, dem ebenfalls sehr daran gelegen ist, die beiden Mädchen zu finden und das Gut zu retten. Sehr von sich überzeugt, nimmt er ein, zwei Dinge selbst in die Hand, nur um am Ende doch zu versagen. Diesen Charakter würde ich deshalb schon fast als überheblich und eingebildet bezeichnen, obwohl er eigentlich ganz sympathisch ist, wenn er diese andere Seite gerade nicht zur Schau stellt.

In diesem Band gibt es wieder zahlreiche Nebencharaktere. Einige von ihnen sind aus den vorangegangenen Bänden bereits bekannt, andere, wie der Archäologe oder der Kanadier, sind neu. Jeder Leser darf hier einen spannenden Mix an unterschiedlichen Personen erwarten.

Über die Gegenspieler möchte ich nichts verraten, soll doch jeder Leser beim Lesen selbst mitkombinieren, was bzw. wer sich hinter diesem ungeheuerlichen Fall verbirgt.

Was mir besonders gefallen hat:

Mit diesem Band hat der Autor bewiesen, wie rasant und spannend ein Junior-Detektive-Roman sein kann. Der spritzige Schreibstil trägt den Leser durch die Handlung ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Wer geschickt kombiniert, kann in kleinen, versteckten Hinweisen Max und Micha Konkurrenz machen und den Fall vielleicht selbst lösen.
Wie schon in den ersten Bänden verwendet der Autor auch hier wieder eine zum Teil veraltete Ausdrucksweise, die mir aber nach wie vor sehr gefällt und einfach sehr gut passt.
Gegenüber den ersten beiden Fällen, die ich gelesen habe, sind Schreibstil und Ausdrucksweise viel ausgereifter und machen deshalb noch mehr Spaß.
Besonders die Werte Freundschaft und Zusammenhalt finden hier ihren Platz, von denen jeder Leser ein Scheibchen mitnehmen wird.
Der vierte Band um die Junior-Detektive hat mir zwei kurzweilige Abende beschert und ich freue mich auf den fünften Teil, der schon parat liegt.


Gestaltung:

Auf der Vorderseite des Buches stehen zwei Mädchen und ein Junge vor einer wunderschönen Landschaft. Auf der Rückseite zeigt sich das Bild unserer zwei Junior-Detektive, ebenfalls vor der bis auf den zweiten Buchdeckel ausgeweiteten Landschaft. Das Buch ist vom Autor auf bereits bekannte Art wieder selbst illustriert worden. Im Inneren finden sich viele farbige Bilder, die dazu einladen, selbst einmal nach St. Wolfgang zu fahren.

Wertung:

Ein spannender vierter Fall der Junior-Detektive, den ich in einem Rutsch gelesen habe. Auf für Erwachsene ein herzlich kurzweiliger Lesespaß. Deshalb gibt es volle 5 Lila-Lesesterne von mir und eine Leseempfehlung.


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