Montag, 10. Februar 2014

Rezension: "Max und Micha - Claras Puppe (Klaus Kurt Löffler)





Titel: Max und Micha - Claras Puppe
Reihe: Band 5 der Reihe "Max und Micha"
Verlag: Re Di Roma-Verlag
Taschenbuchausgabe mit 148 Seiten
ISBN 978-3-86870431-0
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 9,95 Euro








Klappentext:

Seltsame Dinge geschehen im Hotel, als Clara mit dem Großeltern in St. Wolfgang anreist. Jemand will sich in Besitz der Puppe setzen, die sie auf dem Flughafen in Kopenhagen geschenkt bekam. Zum Glück findet Clara ihre Lotte und Karo hilfsbereite Freundinnen und - unter Führung des >>UGGIS<<, eines kleinen Stoff-Orang-Utans, - setzen sich die drei zur Wehr. Auch Max und Micha versuchen herauszufinden, wem die Puppe so wichtig ist, dass ihm jedes Mittel recht ist.

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Story und Charaktere:

Lotte und Karo finden ihren Urlaub in St.Wolfgang am Wolfgangsee besonders schön, haben sie doch eine neue Freundin gefunden. Clara ist mit ihren Großeltern aus Dänemark gekommen und leistet den beiden Mädchen Gesellschaft. Mit dabei hat sie eine Puppe namens „Mette“, die sie im Flughafen in Kopenhagen von einem netten Mann geschenkt bekommen hat, der ein neues Zuhause für die Puppen seiner verstorbenen Enkelin gesucht hatte.
Kaum in St.Wolfgang angekommen, passieren jedoch seltsame Dinge. Hotelzimmer werden durchsucht und irgendwer scheint es auf Claras Puppe abgesehen zu haben. Klar, dass Max und Micha der Sache ebenso auf den Grund gehen wie die Mädchen. Ob sie herausfinden wer Mette unbedingt an sich bringen will?

Max und Micha sind aufgeweckt wie wir sie kennen. Mit Feuereifer stürzen sie sich auf den neuen Fall, bei dem sie sehr taktisch vorgehen. Auch der Hoteldirektor wird dieses Mal mit ins Boot geholt. Der ist zwar nicht erfreut darüber, bangt aber bei all den seltsamen Zimmerdurchsuchungen zu sehr um seinen guten Ruf um ablehnen zu können.
Lotte und Karo sind in diesem Fall ganz vorne mit dabei und führen, zusammen mit Clara, ihre eigenen Ermittlungen durch. Das ist gar nicht so einfach, da sie plötzlich jeden Tag eine neue, spannende Tour unternehmen, bei denen sie von zwei weiteren Hotelbewohnern und ihren Eltern begleitet werden. Mal geht es in die Berge, mal in eine Westernstadt oder auf die Rodelbahn. Natürlich unterlaufen Karo dabei immer wieder witzige Silbendreher, die wir schon aus den Vorgängerbänden kennen.
Clara, die aus Dänemark stammt, mischt trotz ihrer zurückhaltenden Art auch ordentlich mit. Die Verständigung mit den beiden deutschsprachigen Mädchen läuft zwar über Hände und Füße, doch das stört niemanden.

In diesem Band lernen wir viele neue Charaktere kennen, von denen dem Leser einige schnell ans Herz wachsen werden. Besonders Clara, als sehr präsenter Charakter, werde ich nicht so schnell wieder vergessen. Vielleicht gibt es ja irgendwann ein Wiedersehen.

Dieser Fall unterscheidet sich von den vorangegangenen Fällen insofern, dass dieses Mal die Mädchen im Vordergrund stehen und dass wir viele neue Orte in der Nähe von St.Wolfgang kennenlernen, die man nicht zu Fuß erreichen kann. Mir haben diese Exkursionen sehr viel Spaß gemacht, schafft das Ganze doch ein neues Bild der dem Leser sonst so vertrauten Umgebung.

Mir haben Charaktere und Story wieder sehr gefallen. Klaus Kurt Löffler hat damit wieder für zwei herrlich kurzweilige Abende bei mir gesorgt.

Was mir besonders gefallen hat:

Mir gefällt an diesen Büchern der etwas „andere“ Schreibstil, dem ich sonst so noch nicht begegnet bin. Er gefällt mir deshalb immer wieder so gut, weil er so wunderbar zu den Charakteren und dem Setting passt und sich konsequent durch die Reihe zieht.
Der Sprachstil unterstützt den Schreibstil des Autors besonders durch Formulierungen und Begrifflichkeiten, die heute im modernen Sprachgebrauch von Jugendlichen keine Verwendung mehr finden. So entsteht etwas völlig Eigenes, das Jung und Alt wunderbar miteinander verbindet. Auch Erwachsene werden an dieser Reihe ihren Spaß haben.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

In diesem Fall fehlte mir ein wenig die Löfflersche Spannung, die beim Lesen der Vorgängerbände aufkam. Das ist sicher auch dem Prinzip der Zweigleisigkeit geschuldet, die in Band 5 verwendet wird. Zum einen folgt der Leser Max und Micha, zum Anderen Lotte, Karo und Clara. Das hat mir zwar technisch sehr gut gefallen, ließ aber weniger Spannung aufkommen, als man es bisher gewohnt war.

Ein weiteres kleines Detail waren die vielen Fremdwörter, die die liebe Lotte beherrscht und die Karo immer wieder verdreht. Die zwei sind noch sehr jung, spielen noch mit Puppen etc. und werfen trotzdem mit Wörtern um sich, die ich als Erwachsener schon relativ wenig gebrauche. Um den Kindern als Kinder gerecht zu werden, würde ich mir für die Folgebände wünschen diese zu ersetzen.

Gestaltung:

Auf der Vorderseite des Covers sehen wir, auf bekannte Art illustriert, drei junge Mädchen, von denen zwei eine Puppe in der Hand halten. Für den Hintergrund wurde wieder eine wunderschöne landschaftliche Kulisse gewählt, die direkt Lust auf eine Wanderung durch die Berge macht.
Auf der Rückseite sehen wir eine männliche und eine weibliche Person, die in den Bergen wandern. Max und Micha sind dieses Mal nur auf dem Logo zu sehen.
Auch im Inneren gibt es wieder viele Illustrationen, wir wir es aus den anderen Büchern bereits kennen.

Wertung:

Ich habe mich durch den fünften Fall von Max und Micha wieder gut unterhalten gefühlt und vergebe, nach Abzug eines Sterns für die Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben, insgesamt 4 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung.


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