Sonntag, 11. Mai 2014

Rezension (Englisch): "Uncle Montagues Tales of Terror" (Chris Priestley)





Titel: Uncle Montagues Tales of Terror
Reihe: Band 1 der Reihe "Tales of..."
Verlag: Bloombury
Taschenbuchausgabe mit 240 Seiten
ISBN: 978-1408802762
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre
Preis: 7,70 Euro







Klappentext:

Uncle Montague lives alone in a big house, but regular visits from his nephew, Edward, give him the opportunity to recount some of the most frightening stories he knows. As each tale unfolds, it becomes clear that something sinister is in the air. From the account of a curious boy who intrudes on Old Mother Tallow's garden to a shy girl's ghostly encounter during an innocent game of hide and seek, a pattern emerges of young lives gone awry in the most terrifying of ways. Young Edward begins to wonder just how Uncle Montague knows all these ghastly tales, and ultimately discovers that his mysterious uncle's life has a darker side than he ever imagined.

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Story und Charaktere:

Anstatt seine freie Zeit mit Freunden oder Kindern aus dem Dorf zu verbringen, besucht Edward lieber seinen verschrobenen, geradezu merkwürdigen Onkel Montague auf der anderen Seite des Waldes. Er besucht den alten Mann deshalb so gerne, weil er Edward bei einer Tasse Tee vor dem Kamin einige seiner gruseligsten Geschichten erzählt, die immer auch eine Verbindung zu einem der Gegenstände haben, die sich im Haus befinden. Je mehr Geschichten Onkel Montague erzählt, desto klarer wird, dass etwas nicht stimmt. Das Geheimnis hinter den Geschichten ist noch viel gruseliger als die Geschichten selbst.

Edward ist ein Junge mit dem Hang zu Gruselgeschichten. Obwohl er es vor Spannung zeitweise kaum aushält, würde er niemals zugeben, dass die Geschichten ihm ganz schön an die Nerven gehen. Seiner natürlichen Neugierde ist es zu verdanken, dass Onkel Montague ihm immer mehr seiner Geschichten erzählt. Dem alten Herrn gegenüber verhält er sich höflich und zeigt sich interessiert an den privaten Belangen seines Onkels. Dabei stößt er jedoch immer wieder auf Widerstand, sodass man außerhalb der Geschichten nicht viel über Montague erfährt.
Die Geschichte um Edward und Onkel Montague ist die Rahmenhandlung, die sich um die einzelnen Gruselgeschichten rankt. Sie leitet von einer Geschichte zur nächsten über und hält ein alle Geschichten verknüpfendes Finale bereit.
Beide Hauptcharaktere sind soweit ausgeführt, dass man sich als Leser ein sehr gutes Bild der beiden machen kann. Besonders Montagues verschrobene, merkwürdige, mysteriöse Art und die Reaktion Edwards auf eben diese sind besonders gelungen und haben mir außerordentlich gut gefallen.

Was mir besonders gefallen hat:

Als Fan von Gruselgeschichten konnte ich an diesem Buch nicht vorbeigehen. Die Sammlung von Kurzgeschichten, die hier in eine Rahmenhandlung eingegliedert wurde, ist schon sehr speziell. Hier wird mit sehr viel Atmosphäre und Spannung gearbeitet, die mich als Leser selbst immer wieder atemlos zurückgelassen hat. Gerade die losen Enden der Geschichten führen dazu, dass man dieses Buch nicht mit einem guten Gefühl zuklappen kann. Die Auflösung der Herkunft der Geschichten, trägt dann ein weiteres Mal zu einer schlaflosen Nacht bei.

Besonders gefällt mir außerdem, dass die Zielgruppe des Buches in den einzelnen Geschichten berücksichtigt wird, sind die Hauptcharaktere doch immer Jugendliche.
Zwischen den Zeilen findet sich die ein oder andere Moral, die man sich nach der Geschichte vielleicht eher zu Herzen nimmt.
Da es in den Geschichten sowohl um Jungen wie auch um Mädchen geht, kommen hier beide auf ihre Kosten. Die kurzen Kapitel tragen außerdem zum Lesevergnügen bei.

Das Buch ist in einem sehr einfachen und lockeren Englisch geschrieben, sodass auch deutsche Leser ab Klasse 8 keine großen Schwierigkeiten haben sollten.

Gestaltung:

Der knorrige schwarze Baum, in dem verschiedene Gegenstände hängen und der von hinten von einem mysteriösen, weißen Licht bestrahlt wird, hat mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht. Die rote Schrift zu dem dunklen Bild ist typisch für dieses Genre. Ein rundum gelungenes Cover, das hinter dem Buchdeckel auch hält, was es verspricht.

Wertung:

Lange habe ich kein englisches Buch mehr gelesen, dieses jedoch sorgt dafür, dass ich gleich zum zweiten greifen werde - „Tales of Terror from the Black Ship“. Gänsehaut, Spannung und Atemprobleme hielt dieses Buch für mich bereit, sodass ich 5 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung vergebe.

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