Montag, 7. Juli 2014

E-Book-Rezension: "Ein Fall für die Schwarze Pfote - Hugo auf heißer Spur" (Benedikt Weber)







Titel: Ein Fall für die Schwarze Pfote - Hugo auf heißer Spur
Reihe: Band 1 der Reihe "Ein Fall für die schwarze Pfote"
Dateigröße: 1651 KB
Seitenzahl Print: 120 Seiten
Preis: 6,99 Euro
Preis Print: 10,95 Euro






Inhalt laut Amazon:

Merlin entdeckt einen kleinen Hund in der Mülltonne. Ein Glücksfall für ihn und seine Freunde Fips und Charlotte, denn der kleine Kläffer ist eine eiskalte Spürnase. Gemeinsam kommen die vier Freunde einem üblen Betrüger auf die Spur. Der erste Fall für die Meisterdetektive vom Club der Schwarzen Pfote!

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Story und Charaktere:

Charlie und Merlin entdecken in einem weggeworfenen Schuhkarton einen kleinen Hund, den sie, dem Aufdruck der Schuhschachtel nach, Hugo nennen. Ab sofort soll Hugo bei Merlin wohnen, der noch nicht genau weiß, wie er das seinen Eltern erklären soll. Als Merlins Tante Friede zu Besuch kommt, um ihren neuen Freund und zukünftigen Ehemann Berno von Schlappenau vorzustellen, der steinreich zu sein scheint, kommt ihm der Zufall zur Hilfe und Hugo darf bei ihm bleiben. Gott sei Dank, denn schon bald soll sich Hugo als wertvollster Ermittler der Freunde herausstellen, als diese es mit einem Heiratsschwindler zu tun bekommen.

Charlie heißt eigentlich Charlotte und ist schon seit der Grundschule mit Merlin befreundet. Sie hat dunkle Locken, hellgrüne Augen und ist ziemlich gutaussehend. Zu ihrem guten Aussehen kommt hinzu, dass sie sehr klug ist. Zu klug, wie Merlin manchmal findet, denn mit ihrer ewigen Besserwisserei kann sie ganz schön nerven.
Charlie ist aber auch eine tolle Freundin. Wann immer Merlin sie braucht, ist sie zur Stelle und kann jedes Geheimnis für sich behalten. In ihrer Freundschaft ist sie die Mutigere, die allerdings auch ganz schön naiv an heikle Situationen herangeht.
Ihre größte Leidenschaft sind Computer. Deshalb ist sie auch besonders stolz auf ihren neuen Laptop, den sie natürlich sofort Merlin präsentieren muss. Außerdem besitzt sie ein Smartphone, worauf Merlin manchmal ganz schön neidisch ist.
Diese technischen Neuheiten sind allerdings auch kein Wunder, kommt Charlie doch aus einer wohlhabenden Familie. Sie lebt in einer Villa, ihr Vater fährt schicke Luxusschlitten und auch sonst fehlt es der Familie an nichts.

Merlin ist eher der vorsichtige Typ, der sich allerdings immer sofort von Charlie zu allem mitziehen lässt, was sie gerade vorhat. Selbst, wenn er noch gar nicht weiß, auf was genau er sich da eigentlich gerade eingelassen hat. Er ist ein ziemlich dünner Typ mit Harry-Potter-Brille und Hosen, die ihm ständig vom Hintern rutschen. So macht er zwar einen äußerlich coolen Eindruck, ist aber innerlich doch recht zögerlich und ängstlich. Er kommt aus einer Familie, die ganz anders ist, als die von Charlie. Seine Eltern haben nicht so viel Geld, sind aber trotzdem in Ordnung. Vor allem seinen Vater findet Merlin super, da dieser in seiner freien Zeit die verrücktesten Dinge für Merlin baut. Seine Mutter ist eher ein bisschen peinlich, denn sie ist Esoterikerin und damit kann Merlin so überhaupt nichts anfangen. Was er allerdings sehr an ihr schätzt, sind all die tollen Kuchen, die sie backt. Neben seinen Eltern und Merlin wohnt noch seine kleine zweijährige Schwester Ida mit im Haus, die gerade in der Phase steckt, in der sie die Welt entdeckt und erste Worte spricht. Obwohl Merlin oft ganz schön genervt ist von seiner kleinen Schwester, kann er ihr nie böse sein. Im Gegenteil – er ist sogar stolz darauf ein großer Bruder zu sein.

Hugo ist der eigentliche Star und Hauptcharakter des Buches. Er ist gerade etwa ein halbes Jahr alt, als er von Charlie und Merlin gefunden wird. Eigentlich ist er weiß, nur seine vordere linke Pfote und die Fläche um sein rechtes Auge sind schwarz. Er ist ein sehr aufgewecktes kleines Kerlchen mit einer unglaublichen Spürnase und dem Hang zu gefährlichen Abenteuern. Wie es sich für einen echten Schnüffler gehört, steckt er seine Schnauze in Dinge, die ihn eigentlich nichts angehen. Genau deshalb ist er allerdings auch ein toller Detektiv, der maßgeblich dazu beiträgt, den ersten Fall der Schwarzen Pfote zu lösen.

Neben diesen drei Charakteren gibt es noch Fips, der eine vergleichsweise kleine Rolle in diesem Buch spielt, aber mit zur „Clique“ gehört. Fips heißt eigentlich Philipp – ein Name der nur von seiner Mutter, Frau Schimmsel und dem Musiklehrer verwendet wird.
Philipps größte Leidenschaft ist das Essen. Das sieht man ihm allerdings auch an. Wenn es nach ihm ginge, gäbe es den ganzen Tag was zu futtern. Ebenso sehr wie er Essen liebt, liebt er auch Geheimnisse und ist deshalb sofort mit dabei, als es darum geht, mit Hugo einem hinterhältigen Typen auf die Spur zu kommen. Dabei bewegt er sich am liebsten auf seinem Skateboard fort.

Außer den Hauptcharakteren, finden sich zahlreiche weitere Charaktere. Dazu gehören auch Tante Friede und ihr neuer Freund Berno von Schlappenau. Ein sehr seltsames Pärchen, das sich schon bald einer genauen Inspektion unterziehen muss. Der angeblich stinkreiche Berno von Schlappenau wirkt nämlich auf Merlin, Charlie und Hugo so überhaupt nicht ehrlich.

Mir haben die einzelnen Charaktere dieses ersten Bandes um die Schwarze Pfote sehr gut gefallen. Für die Länge des Buches wurden sie sehr gut ausgearbeitet und erhielten alle ihren Platz. Jeden Einzelnen von ihnen konnte man sich wunderbar vorstellen. So muss das für ein Kinderbuch sein.

Was mir besonders gefallen hat: 

Der Schreibstil des Buches ist schön leicht und flüssig zu lesen. Die Sätze sind nicht zu lang und nicht zu verschachtelt, sodass sie vor allem von jüngeren Lesern gut bewältigt werden können. Der Sprachstil passt sich dem Schreibstil an und kommt ebenfalls sehr einfach daher, was für jüngere Leser überaus geeignet ist.

Mit diesem Buch werden Jungen und Mädchen gleichermaßen angesprochen, sind die Hauptcharaktere selbst doch auch männlich und weiblich. Da sie als sehr authentische Jugendliche dargestellt sind, findet sich hier sicher jeder in einem der Kinder selbst wieder.

Unterbrochen wird der Text hier und da immer wieder von kleinen Zeichnungen, die das Buch ein wenig auflockern. Jedes Kapitel wird von einer kleinen Zeic,hung des Hundes Hugo begleitet. Ich hätte mir ja noch mehr Zeichnungen im Buch gewünscht, da sie wirklich schön sind und toll in den Text passen.


Was mir nicht so gut gefallen hat:

Eigentlich gibt es da nur eine Sache und das sind die Halbsätze. Immer wieder verwendet der Autor Nebensätze als Hauptsätze, die mit einem Komma hätten verbunden werden müssen. Gerade für junge Leser, die sich noch im Lesen und Schreiben üben und die Regeln der Grammatik und Rechtschreibung noch lernen müssen, finde ich das nicht so passend.

Gestaltung:

Zwei Jungs, ein Mädchen und ein Hund schauen hinter einem blauen Balken hervor. Im Hintergrund ist es Nacht und ein paar Häuser sind zu sehen. Passend zur Detektivthematik finde ich vor allem die Platzierung und Darstellung der Hauptcharaktere gelungen. Warum es im Hintergrund allerdings Nacht ist, ist mir auch nach Lesen des Buches ein Rätsel.

Wertung:

Mir haben die Geschichte und die Charaktere dieses Buches sehr gut gefallen. Beides zusammen hat für einen kurzweiligen Abend gesorgt, den ich sehr genossen haben. Einzig die Kritik an der Grammatik verschuldet es, dass ich dem Buch nicht die volle Punktzahl geben kann. Da ich den Kritikpunkt recht schwer werte, vergebe ich 4 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung an den ersten Band dieser Reihe.


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