Dienstag, 25. November 2014

Rezension: "Magnolia Steel - Hexennebel" (Sabine Städing)







Titel: Magnolia Steel - Hexennebel
Reihe: Band 3 der Reihe "Magnolia Steel"
Verlag: boje-Verlag
Hardcoverausgabe mit 317 Seiten
ISBN: 978-3-141-82376-2
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 11-13 Jahre
Preis:  12,99 Euro






Klappentext:

"Warte...!" Meister Schnuck sah sie aufmerksam an. "Ich werde dir einen Duft aussuchen." Magnolia öffnete den kleinen Flakon und schnupperte vorsichtig daran. Sprachlos sah sie den Professor an. Wie war das möglich? Wie konnte man Gefühle in Flaschen füllen?

Zurück in Rauschwald vermisst Magnolia ihren Freund Leander und ist froh über jede Ablenkung. Da kommt der neue Laden gerade recht. Ganz Rauschwald reißt sich um die Parfüms, die Meister Schnuck selber mischt und denen eine geradezu zauberhafte Wirkung nachgesagt wird. Auch Magnolia ist hin und weg, und so sagt sie freudig zu, als Schnuck ihr einen Job als Aushilfe anbietet. Schon bald bemerkt sie jedoch merkwürdige Veränderungen an sich: Sie ist ständig gereizt, belügt ihre Freunde - und bringt sie sogar in Lebensgefahr! Was ist nur los mit ihr? Als Magnolia erkennt, welch böses Spiel mit ihr getrieben wird, ist es fast schon zu spät. Nur geballte Hexenpower und die Unterstützung von Tante Linette können jetzt noch helfen.


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Story und Charaktere:

Nachdem Magnolia im ersten Band erfahren hat, dass sie eine Hexe ist, sich im zweiten Band auf dem Hexenkongress beweisen musste und sich zum ersten Mal verliebt hat, stellt sie sich nun ihrem dritten Abenteuer.
Große Aufregung herrscht in der magischen Welt, denn die drei Spinnerinnen, die Flachs zu Gold spinnen können, sind auf dem Weg in die Stadt. Diese Unruhe macht natürlich auch vor Magnolia nicht halt, doch lässt sie sich nicht so sehr anstecken, wie die meisten anderen. Mit ihren Gedanken ist sie nämlich ganz woanders. Leander weilt weit weg von ihr, lässt kaum etwas von sich hören und langsam beschleichen Magnolia leise Zweifel, ob er es überhaupt noch ernst mit ihr meint. Um sich ein wenig abzulenken und um sich ein wenig Taschengeld dazuzuverdienen, nimmt sie deshalb einen Job im neuesten Laden der Stadt an. Hier werden Parfüms selbst gemischt und unter die Leute gebracht. Das ist es aber nicht, was Magnolia so faszinierend findet – es sind die alten Bücher, die ihr Chef ausgestellt hat, und in denen es unter anderem um schwarze Magie geht. Schon bald merkt Magnolia, das etwas in ihrem Umfeld nicht stimmt. Ihr Chef verhält sich merkwürdig und alle Zeichen stehen auf Alarm. Welcher Bedrohung muss sie sich dieses Mal stellen?

Da mir schon die ersten beiden Bände der Magnolia-Steel-Reihe „Hexendämmerung“ und „Hexenflüstern“ sehr gut gefallen haben, musste unbedingt auch der dritte Band bei mir einziehen. Auch der dritte Band gliedert sich wunderbar in die Reihe ein und knüpft  an die Geschehnisse der ersten beiden Bände an, obwohl seit dem letzten Abenteuer einige Zeit vergangen ist.
Dieses Mal gibt es nicht allzu viele neue Charaktere und Wesen, die es kennen zu lernen gilt. Dennoch erhält jedes magische Wesen auch dieses Mal wieder seinen eigenen Platz, wird klar umrissen und bleibt dem Leser garantiert im Gedächtnis. Viele vertraute Charaktere kreuzen hier noch einmal unseren Weg.
Magnolia ist wieder die Hauptcharakterin des Buches, die zum Teil allein und zum Teil mit ihrer besten Freundin Jörna, sowie einigen weiteren magischen Freunden ihr neustes Abenteuer bestehen muss. Magnolia hat mittlerweile einiges an Wissen über das Wesen einer Hexe aufgeholt, einige neue Sprüche gelernt und weiß sich besser in der magischen Welt zu behaupten. Sie ist nicht mehr so sehr auf Jörna angewiesen, wie sie es noch im vorangegangen Band war. Ihre Naivität hat Magnolia allerdings noch immer nicht abgelegt, was sie auch dieses Mal wieder in brenzlige Situationen bringt. Insgesamt wagt sie nun aber viel mehr Dinge auf eigene Faust und braucht nicht immer „Rückendeckung“ von anderen, um ihre eigene Entscheidung zu treffen. Wenn es jedoch hart auf hart kommt, ist sie nach wie vor auf ihre Freunde angewiesen, die sie natürlich nicht im Stich lassen.
Auch Runa und Tante Linette haben wieder ihre Rollen im dritten Band der Reihe. Diese Rollen sind allerdings sehr viel kleiner als in den vorangegangen Bänden, konzentriert sich das Geschehen dieses Mal doch ausschließlich auf Magnolia. Liebevoll ausgeschmückt, nehmen Runa und Tante Linette doch auch in diesem Band wieder so viel Raum ein, wie es nötig ist und wie sie brauchen, um beim Leser anzukommen und ihnen ein Schmunzeln zu entlocken.
Wenn die Autorin eines kann, dann, „echte“ Charaktere mit Ecken und Kanten zu erschaffen, die alles andere als perfekt, dafür aber umso authentischer sind. Kein Wunder, dass man gerne zu den liebgewonnen Charakteren zurückkehrt, um ein weiteres Abenteuer mit ihnen zu erleben.

Was mir besonders gefallen hat:

Wie in den vorangegangen Bänden, passt sich der Schreib- und Sprachstil auch dieses Mal wieder sehr gut an die Zielgruppe der jüngeren Leserschaft an. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass eines von beiden anspruchslos ist. Auch erwachsene Leser werden hieran ihre Freude haben. Die toll beschriebenen und zum Teil skurrilen Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, tun ihr Übriges, um das Buch einfach immer weiterlesen zu wollen.
Wunderbar spielt die Autorin hier mit der Spannungsdosis. Hier und da greift sie auch in das ein oder andere Gruseltöpfchen, um der Hexengeschichte das nötige Fünkchen Abenteuer einzuhauchen, das wir auch schon aus den Vorgängerbänden kennen.
Die Geschichte wächst auch mit dem Alter der Leser mit. Magnolia ist längst kein kleines Kind mehr, sondern ein waschechter Teenager – dazu gehört auch die erste große Liebe, die hier ihren eigenen Raum einnimmt. Wer sich noch an Leander erinnert, wird sich freuen, ihn hier wieder anzutreffen.
Durch das Hinzufügen von Romantik, tun sich auch neue Türen für weitere teenagertypische Probleme auf, die natürlich auch mit in die Geschichte einfließen. So bietet sich ein noch breiteres emotionales Repertoire, als uns bisher geboten wurde.

Ich würde allen Lesern raten, im Vorfeld auf jeden Fall Band 1 und 2 zu lesen, um all die Anspielungen auf die Vorgängerbände verstehen zu können, und um das nötige „Grundwissen“ um Magnolia und ihre Freundschaften, Bekanntschaften, Beziehungen, Verwandtschaften etc. zu kennen.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Aus irgendeinem Grund hat die Autorin ein Faible für einen Spannungsbogen, mit dem ich nicht so richtig zurechtkomme. Auf reichlich rasante und temporeiche Szenen, folgen welche, durch die man sich durchbeißen muss. Vor allem, wenn es um die Spinnerinnen geht, muss ich sagen, dass mir die Spannung fehlte. Während Magnolia unter einem geheimnisvollen Zauber steht, der die Spannungsnadel bis zum Anschlag ansteigen lässt, passiert vor Tante Linettes Haus vor allem eines – gar nichts. Flachs zu Gold zu spinnen ist zwar eine schöne, altbekannte Idee, aber die Verpackung war mir oftmals zu zäh. Insgesamt muss ich sagen, hatte dieses Buch mehr Längen als die Vorgänger. Hat mich beim letzten Band dieses lange Atemholen am Ende gestört, stört mich dieses Mal, dass sich eben solche Passagen über das Buch verteilen. Magnolias eigentliche Geschichte betrifft dieser Punkt allerdings nicht, sodass ich mich ab und an gefragt habe, warum so viel Platz für „unnötige“ Szenen verwendet wurde. Erst mit der Auflösung am Schluss, konnte ich mir diese Frage beantworten, finde aber trotzdem, das diese ruhigen Szenen anders hätten gehandhabt werden können.

Gestaltung:

Dieses Mal wartet das Cover in einem wunderschönen Grün auf. Ein paar schwarze Silhouetten verschiedenster Art sind am Rand des Covers verteilt, das einfach ein absoluter Hingucker ist. Ich finde, auch dieses Mal passt es wieder hervorragend.
Auch die innere Gestaltung möchte ich gerne wieder hervorheben. Die Kapitelanfänge, sowie die Seitenzahlen haben wieder ein paar süße kleine Illustrationen erhalten. Das fand ich schon in den ersten beiden Bänden toll und bin froh, dass es auch in Band 3 beibehalten wurde.

Wertung: 

Gleich dreimal hintereinander konnte mich Sabine Städing mit ihren Büchern begeistern und mir eine magische Lesezeit schenken. Ich kann diese Reihe sowohl an junge, wie auch ältere Leser empfehlen, die sich einfach gerne auf Fantasiegeschichten mit einem Hauch Realitätsnähe einlassen. Auf keinen Fall sollte man dann einen Besuch in Rauschewald verpassen. Einzig die vereinzelten langatmigen Passagen haben mich ein wenig gestört, weshalb ich für den dritten Band 4 Lila-Lesesterne vergebe.


Kommentare:

  1. Eine schöne Rezi, ich kannte das Buch bis jetzt noch nicht :)
    Klingt aber ganz interessant
    Liebe Grüße
    Jeanne

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    1. Hallo Jeanne,

      es ist der dritte Teil einer wirklich tollen Reihe, die ich sehr gerne gelesen habe :) Ich hoffe, es gibt in Zukunft noch weiterer Abenteuer der Junghexe Magnolia und ihrer Freunde :) Wenn du mal den ersten Teil in die Finger bekommst - schnapp ihn dir :D

      Liebe lila Lesegrüße :)
      Iris

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    2. ich liebe das buch ich habe auch den ersten und denn zweiten teil gelesen und auch den dritten leider gibt es bis jetzt immer noch kein folgendes band

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